Zertifizierung von Myasthenie-Zentren

 
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Patientengetragene Zertifizierung von Myastheniezentren

Die Zertifizierung von Myastheniezentren ist ein Projekt der Deutschen Myasthenie Gesellschaft e. V. (DMG) in Zusammenarbeit mit dem BQS-Institut für Qualität und Patientensicherheit GmbH.

Myasthenie-Syndrome sind seltene, chronische Erkrankungen der Nerv-Muskel-Kontaktstelle, deren qualifizierte Behandlung Erfahrung und hohe Expertise erfordert.

Die DMG hat sich daher zum Ziel gesetzt,

  1. die Patientensicherheit und Patientenorientierung zu stärken und
  2. die medizinisch-pflegerische Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu sichern und zu fördern.

Bei der Zertifizierung handelt es sich um ein freiwilliges Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung, bei welchem Ausstattung, Behandlungsstandards und patientenrelevante Aspekte vor Ort in den neurologischen Kliniken geprüft werden. Die Zentren können so Ihre fachliche Kompetenz von einem unabhängigen Dritten bescheinigen lassen und ihr Engagement bei der Behandlung dieser Krankheitsbilder für Patienten, für die Öffentlichkeit und für die Kostenträger dokumentieren.

Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass es in Verantwortung und nach den Anforderungen der DMG, einer Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Myasthenie, durchgeführt wird. Darüber hinaus werden wissenschaftlich belegte Qualitätskriterien, basierend auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens, bei der Zertifikatserteilung zugrunde gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der fachlich-kollegiale Austausch im Expertengespräch zwischen den Gutachtern und den Fachleuten aus dem zu zertifizierenden Zentrum, welcher die Ableitung von Verbesserungsmöglichkeiten erlaubt.
Dieses umfassende Konzept soll gewährleisten, dass zertifizierte Zentren nicht nur Minimalstandards erfüllen, sondern dass darüber hinaus Patientensicherheit und Patientenbedürfnisse in besonderem Maße berücksichtigt und Verbesserungsmöglichkeiten erkannt und umgesetzt werden.